Samstag, 22. September 2007

Australien 3 - The Red Centre

Was bisher geschah:

Hielten uns zwei Tage in Alice Springs auf, um uns ein bisschen zu sammeln nach gut 1000km Schotterpistenfahrt. Ausserdem gab's hier auch einiges zu besichtigen, wie z.B. den Royal Flying Doctors - Stuetzpunkt oder die National Pioneer Women's Hall of Fame. Kamen bei unserem ersten Alice-Aufenthalt auch zufaellig zum A.S. Desert Festival zurecht, wo wir auch der Eroeffnungsstrassenparade beiwohnten und uns ein Bild machen konnten, wie die Aussies so Feste feiern.
Mussten zu unserer eigenen Ueberraschung feststellen, dass, obwohl diese Stadt von Groesse und Flair in etwa mit Amstetten zu vergleichen ist, wir anfangs nach zwei Wochen fast buchstaeblicher Einsamkeit mit Zivilisation und den " Menschenmassen" gar nicht gut klar kamen.
Darum "fluechteten" wir allsbald wieder ins Outback und zogen eine Schleife ueber die West Mac Donnell Ranges, Palm Valley, Kings Canyon zum beruehmtsten aller Berge, dem Ayers Rock, nun besser bezeichnet mit dem aborigine name "Uluru", nebst seinen etwas im Schatten des Interesse stehenden "Schwesterberg" The Olgas, nun Kata Tjuta.
Im Palm Valley feierten wir meinen (Ursi) 32. Geburtsatg mit saftigem Rindersteak, Sparkling Shiraz und Schokokuchen, selbstgekauft! Was kann man sich Schoeneres wuenschen!! In besagtem Valley hatten wir auch unser wildestes 4WD-Erlebnis: Glaubten unser letztes Stuendlein hat geschlagen, alls wir fuer bloss 4km im ausgetrockneten Bachbett nur im Kriechgang voran kamen und fast 'ne geschlagene Stunde dafuer brauchten. Roli erhielt nach der bravouroesen Leistung den 4WD-Award! Aber, man stelle sich vor, als wir erschoepft aus dem Auto purzelten, stand da schon vor uns ein Allradcampingkleinlaster mit franzoesischem Kennzeichen! Darin eine 5-koepfige(!) Familie, die Kids zwischen 11 und 13, bereits gut ein Jahr durch Asien unterwegs und des Reisens noch immer nicht muede. Die Kinder werden von einem Fernunterrichtsystem in Frankreich betreut, wird so nebenbei erwaehnt. Verruckt, echt! Da erscheint unser Unterfangen ja vergleichsweise bescheiden.....
Nun, hatten in diesem Nationalpark eine weitere nette Bekanntschaft mit einem Paar aus Canberra, die uns zum Picknicklunch einluden und mit denen wir uns fast vertratschten beim Thema Aborigines.
Vom Kings Canyon bekamen wir bei der Rundwanderung am Canyonrand entlang einen guten Ueberblick ueber dieses gewaltige Gesteinsmassiv. Spoettelten zuerst ueber die, unserer Meinung nach, uebertriebenen Warnhinweise, man moege ja einen Hut aufsetzen, sich feste Schuhe anziehen, Sonnencreme verwenden und pro Stunde Gehzeit (veranschlagt waren 3-4 Stunden) 1(!) Liter Wasser mitnehmen sowie man vor Beginn der Wanderung zuerst ueberhaupt seinen Gesundheitszustand checken sollte, denn es ginge gleich zu Beginn sehr steil bergauf!Zugegebenermassen, wir marschierten bei der aergsten Mittagshitze los (ein echter Aussi wuerde das nie tun) und tatsaechlich hat's das Urserl gleich im Steilen ein bissl "ab'katzelt", weil's nichts mehr gewohnt ist!!!!!
Dann sind wir, ganz Oesis, aber einen lockeren Schritt marschiert und haben die Tour in 2,5 Stunden absolviert!
Uluru: Am Weg dorthin sind wir gleich in die im Lonley Planet erwaehnte Falle getappt und haben faelschlicherweise den unbekannten Tafelberg Mount Connor fuer den Uluru gehalten - wie peinlich!
Bewunderten zuerst Kata Tjuta (dort war ebenfalls Wandern angesagt) zum Sonnenuntergang um uns fuer den naechsten Tag seit langem wieder mal den Wecker zu stellen um um 5:00 Uhr morgens aufzustehen. Meine Guete war das zaach!!! Erinnerten uns mit Schaudern daran, wie das war, als wir noch zur Arbeit gehen mussten.....
Aber das fruehe Aufstehen lohnte sich (wir waren dabei eingedenk der armen hackelnden Masse in Oesterreich) den wir bestaunten bald darauf die herrlichen Farbschattierungen des australischen Zauberberges. Hatten im Anschluss Fruehstueck und wanderten (!) einmal rund um den Berg. Danach waren wir streichfaehig!Koennt iht glauben oder nicht. Raufgeklettert sind wir nicht, denn erstens ist der Berg den Aborigines heilig und die wollen das nicht, zweitens waere der Weg rauf sowieso gesperrt gewesen, weil an diesem Tag starker Wind blies.
Verbrachten dan Rest des Tages am Resortpool und machten uns gegen 15:00 Uhr wieder auf Richtung Uluru. Posierten uns westlich um fuer das Sonnenuntergangsfarbenspiel geruestet zu sein und Roli begann ein koestliches Dinner for Two zu zaubern (kangoroo in Rotweinsauce, dazu Knoblauchbrot), welches wir beim Anblick dieses umwerfenden Panorammas uns auf der Zunge zergehen liessen! Das ganze kostete uns nur wenige Dollars, wogegen andere fuer Selbiges hohe Summen bezahlen!
Sind nun neuerlich in Alice und werden morgen hoechstwahrscheinlich den langen Weg Richtung Nordosten auf uns nehmen. Haben die Distanzen hier echt etwas unterschaetzt! Hatten in unserem gesamten bisherigen 32-taegigen Aufenthalt auch KEINEN einzigen Regentropfen verspuert!!! Unglaublich!In diesem Zusammenhang ist es auch sehr schwer vorzustallen, dass hier Jahr fuer Jahr die Fluesse zu reissenden Stroemen anschwellen und die Ortschaften regelmaessig ueberschwemmt werden.
Was sonst noch Erwaehnung finden sollte: Hatten heute hier in Alice noch eine Begegnung der besonderen Art: Wir trafen uns mit einer ehem. Kindheitsbekanntschaft meines (Ursi) Vaters aus Wien. Der Mann ist mit ca. 20 Jahren gemeinsam mit seinem Bruder aus purer Abenteuerlust 1969 nach Australien aufgebrochen und prompt hier haengengeblieben. Fuehrten ein interessantes Gespraech und konnten vieles neues ueber die Gegend erfahren.
Die naechste Nachricht werdet ihr schon von der Ostkueste erhalten - vielleicht gibt's dann schon was vom naechsten Abenteuer Great Barrier Reef zu berichten....

PS.: Sorry fuer den leichten Zynismus, aber der musste einfach sein!

Boabtree
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Achtung Kangoroo!
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nach Wien ist's weit von Alice Springs
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so schaut's aus in Alice Springs
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Palm Valley
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Kings Canyon
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Kata Tjuta (The Olgas)
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Uluru (Ayers Rock)
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